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News 2021

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Am 1. Juni 2021 versuche ich es ein zweites mal Richtung Ostsee loszufahren. Natürlich mit der Hoffnung, dass Covid mir dieses mal keinen Streich mehr spielt. Eine Windfahnensteuerung " Pacifik Ligth "werde ich noch montieren und ein drittes Reff einziehen. 
Stimmt bis dann alles, werde ich die Peel in Heiligenhafen  einwassern.


Die ersten 14 Tage Ferien mit Monika in Heiligen Hafen war eine schöne Zeit. Im Hotel Peel im Hafen Platz 12 bestens gelebt.
Ihre Unterhaltung bei der langen Hinfahrt,
Die Zusammenarbeit beim einwassern, einkaufen sowie die Mithilfe beim einbunkern usw. schätzte ich sehr. Leider musste sie wieder nach Hause  ihren Pflichten nachgehn.
Ab jetzt bin ich allein, muss mich zuerst daran gewöhnen, kommt aber schon.

Auf dem Bild rechts sieht man die Fehrmarn Brücke , da beginnt mein Törn eigentlich so richtig.

Mit 3-4 Bf angenehmen Wind erreichte ich gegen Abend Warnemünde. 
Im Hafen "Mitte" schnell ein Platz gefunden. Der Hafenmeister genemigte sein Feierabend Bier, somit war die Übernachtung gratis da ich anderntags um 0400 loslegen werde um nach Glove (Rügen) zu segeln.

Morgen um 0400 machte ich die Leinen los.
Mich erwartet zu Beginn ein NW Wind von 4-5 Bf und eine Strecke von 70 sm.

  • Die Fahrt begleitete mein Windpilot sehr zuverlässig. Es ist eine riesige Erleichterung mit einer zuverlässigen Steuerung ohne Stromverbrauch Einhand zu segeln. Das macht richtig spass. 

Es gibt dir Zeit aufmerksam zu sein. Somit erhöht sich auch die Sicherheit. Es war wieder eine neue Erfahrung die mir bestätigt, dass sich der Kauf des Windpilot voll und ganz gelohnt hat.

1900 h erreichte ich Glove auf der Ost Seite der Insel Rügen. Schöner Ort zum Ferien machen. 

Die Fahrt nach Bornholm steht bevor.
Die Windprognosen SW 4-5 Bf ist angesagt 
In wirrklichkeit war es meistens SSW.
Die ganze überfahrt am Wind mit der  Peel war ein Erlebniss und zugleich anstrengend mit der Zeit. Obwohl ich von der Pinne befreit bin, setzten die metrigen Wellen auf diesem Kurs ganz schön meinen Körperkräften an.
Ich musste auf Backbord , südlich eine Windenergieanlage passieren, schaffte es aber nur nach 2 Wenden. Diese  Windräder Parks sind unschön und nahmen mir Fahrt weg. Ha Ha..
Wie gesagt anstrengend, ich versuchte mich auf die Bank zu legen,  fixierte mich
mit der Lifeline , fest um den Körper gelegt und oben um die Winsch gehängt.
So gelang es mir ca 3x 20 Min zu entspannen. Lässiges Gefühl, habe ja schliesslich eine zuverlässige Pinnensteuerung.
1900 h Ronne erreicht. Schöner Hafen, lebhaftes Städtchen und freundliche Leute.













Ich segelte bis jetzt  im sonnigen Norden nach Nogersund in Schweden. Hier ist es ungewöhnlich trocken. Rasen oder Wiesen die nicht bewirtschaftet werden sind dürr gebrannt. 
Die Leute scheinen sehr solide zu sein im Alltag. Sie haben ihr Häuschen, sind gut gelaunt , fast vorbildlich.
Kann sein dass sich meine Eindrücke verändern während der Reise.

Mit diesem Tragbaren Solarpenel bin ich bestens bedient.


Weiter mit der Peel nach Utklippan eine kleine Leuchtturm Insel die bis 1976 bedient war. Das muss ein einsamer Job gewesen sein.
Heute dient das Wohnhaus einer Vogelwarte. Es gibt auch sehr viele verschiedene Vögel die hier nesten darum ist die ganze Insel überall versch...
Sonst aber eine schöne Erinnerung für mich, denn da kommt man nicht einfach so hin.

Zeit ist nicht mehr so wichtig, der Moment aber schon.
Unterdessen bin ich schon 2 Tage in Kalmar. Es ist ein schöner Ort mit einem lebhaften Zentrum.
Man kriegt alles was man so braucht in nächster Nähe. Die Peel liegt im Hafenteil vor dem Stadtzentrum.
Im Hafen lag noch ein Schoner mit Schweizerflagge. Ich schaute einmal vorbei. Sie begrüssten mich sehr freundlich und luden mich spontan zu einem Kaffee ein.
Vreni und Peter besitzen dieses Schiff schon länger. Es wurde damals in der DDR  gebaut Es waren auch sie zwei die mir "Hopp Schwiz" zugerufen, haben als ich in den Hafen einfuhr. Źwei sehr nette Segler.
Peter leite mir noch ein Buch aus welches mich an die schönsten Buchten in den Schären führen wird. 
Solche Segler mit dem Vertrauen trifft man nicht immer an. 
Danke, dieser Schärenführer wird mir sicher viel schönes zeigen.

Der Hauptgrund warum ich bis Sonntag da verweilen will, ist das Mittsommerfest. Da wird in Schweden gegessen und getrunken.
Man sagt auch das sei ein Tag an dem ruhig über Durst eins trinken darf. Die Leute tanzen und viele schmücken sich mit Blumenkränzen.
Das erzählte mir eine Schwedin die für mich netterweise angehalten hat, als ich autostop machte in Nogersund.
Ich vermute dieses Jahr wird nicht so ausgelassen gefeiert. Viele Restaurants müssen geschlossen bleiben zur Vorsicht wegen Corona. Im Hafen sieht man schon Gäste auf grösseren Yachten zum Apero.
Ich auf jeden Fall werde mich sicher nicht zu früh in die Koje legen.

Kalmar ist geschichtlich ein bekannter Ort nur schon das wuchtige Schloss, die Museen zeigen schon, das Kalmar eine umstrittene Region war
Jetzt zum Mittsommerfest gestern Abend.
Einige Leute schmückten sich mit Blümenkränzen auf dem Kopf.
Doch die allgemeine Feststimmung blieb aus. Die Schweden blieben zu Hause oder draussen in kleinen Gruppen , schade.
        Im Hafen wurde ich noch von Steffen und Moni eingeladen um ein Glas Wein zu trinken. Das sind zwei unterhaltende lustige Segler die schon einige sm mit ihrer Bavaria hinter sich haben.

3 Tage Kalmar das genügt, jetzt geht es weiter nach Borgholm. Da der beste Wind  Morgen früh vorausgesagt wurde, bin ich schon 0400 h losgefahren. Bis 1000 h blies mich die Kraft des Windes vorwärts, dann liess er nach. Ich denke es hat sich gelohnt früh aufzustehn. 
Bei der Ankunft in Borgholm waren auffallend viele Plätze nicht belegt . Platzauswahl vom besten.
Im Hafen oder am Anker koche ich am liebsten selber vor allem, wenn ich alleine unterwegs bin. 
Heute ist es anders ich bin zu faul Küche zu machen und will mich einfach mal hinsitzen und bedienen zu lassen. 
Übriges heute begegnete mir eine Gruppe Orca Wale oder eine ähnliche Art. Zuerst hörte ich nur ihr schnaufen danach sah ich wie schnell die unterwegs sind.Um da mitzuhalten bräuchte ich noch ein paar Quadratmeter Segel und Foils.


Nach einem gemütlichen Morgenessen unternahm ich für meine Fitness einen Lauf zum Schloss Borgholm.für mich war es ein speziell schöner Aussichtspunkt mit viel Geschichte.
Heute kochte ich 2 Portionen. Die Zweite ist für unterwegs damit ich während der Fahrt nur aufwärmen kann und richtig gegessen habe. Denn ich werde am Nachmittag um 1500 die Leinen lösen im Hafen von Borgholm und werde am nächsten Tag ca. 1200 h in Vispy auf Gotland sein.

Unterwegs:
Bis jetzt "ä Geili Fahrt" vor dem Wind, habe schon Zeit gehabt mich zu rasieren. Dank Windpilot.
Bald wurde es Zeit den Sunnenuntergang auf dem Meer wieder einmal zuerleben unter besten Wind 4Bf und schönstem Wetter. 
Am Sununder habe ich natürlich einen Monika Likör genehmigt. Die Abendröte bleibt schwach da oben und wanderte ca. 6 h lang der Kimm entlang nach Osten bis zum Sonnenaufgang.
Das weiss man, schon früh in der Schule gelernt. Es zu erleben auf dem Meer während der Fahrt alleine, fast bei wolkenlosem Himmel ist fantastisch.

Am Morgen so um 0700 h wurde ich schläfrig. Um mich fit zu halten legte ich mich innerhalb 2 Std 3x  1/4 Stunde hin.
So hält man das gut durch. In den letzten    2 Stunden wurde der Wind zu schwach um einigermassen vorwärts zu kommen.
Also den "Surry" gestartet und so bis Visby gefahren.
Nach dem Anlegebier in Vispy - Hamn, geduscht, gegessen und relax.

Zum Bild:  Mondaufgang mit Venus und rechts davon Leuchtfeuer von Nordspitze Oland.

Vispi ist die gröste Ortschaft auf Gotland
Sehr gut gelegen und war schon früh ein wichtiger Handelsort. Darum auch immer wieder umstritten.
Der Hafen liegt direkt vor dem Zentrum. Die sanitären Anlagen sind etwas zu klein geraten. Scheint aber trotzdem ein beliebter Platz zu sein. Ich muss schon sagen, Visby und Umgebung ist schon attraktiv.
Im Hafenmeister Büro werden Autos vermietet. 24 Std. 
35 Euro, finde ich günstig und die Autos sind in Ordnung.
OK. am nächsten Tag fuhr ich los und erkundigte gespannt den nördliche Teil der Insel. Da gibt es einige Museen, idyllische Orte und viel schöne, unberührte Natur. Es gibt überall auf der Insel einsam gelegene Häuser mit sehr viel Umschwung.
Von solchen können wir nur träumen. Zum Wohnen denke ich, wäre es für mich zu einsam.
Übrigens das Auto war ein alter Nissan, keine Elektronik , höchstens die Zündung, ganz einfache Austattung und angenehm zu fahren.
Ich verbrauchte auf 100 km 5,8 L Benzin.
Da frag ich mich schon wo der riesen Vorsprung sein sollte bei den heutigen Autos. Es wird vermutlich mehr gut geredet als es in Wirklichkeit ist.
Am dritten Tag Vitness. Ich begab mich auf einen einen Marsch ca. 20 km in ein nahegelegenes waldiges Gebiet.
Das war ein Irrgarten, schwieriger zu Navigieren als auf See, tat aber gut die wohlriechende Waldluft und wieder einmal richtig schwitzen.

Heute machte ich einen Schlag hinüber zu den Ostscheren Schwedens.
Moergen früh ging es los, kaum war ich ein stück draussen bildete sich dicker Nebel.
Das wurde etwas ungemütlich für mich.
Was ich tun konnte, war das AIS einschalten
Und sehr aufmerksam sein ob man Motorengerausche hören könnte. Erstaunlicherweise flogen immer wieder Vögel vorbei. Da wunderts einen schon, wie die sich orientieren können. Mit dem Aufgang der Sonne löste sich der Nebel zum Glück auf. Unterwegs machte ein Schmetterling Zwischenhalt auf der Peel.
Nach zügiger Fahrt erreichte ich im späteren Nachmittag die Schären in denen ich die Peel zu einem geschützte Ankerplatz navigierte.
Das Wasser mit 22 Grad lud mich zum ersten mal in der Ostsee zu einem Bad ein.
Anderntags bei der Fahrt zu nächsten Ankerplatz sah ich ein Reh auf einer kleinen Insel, welches sicher schwimmend in seinem Revier sich bewegen muss.
Der Ankerplatz pur Natur.

  • Die Windprognosen waren heute besser als gestern vorausgesagt. Das nutze ich natürlich, 4-5 Bf den ganzen Nachmittag und das meistens auf halbem Wind bei schönstem Wetter. Ei, das war eine rassige Fahrt im Durchschnitt 6,2 kn.

Dabei war Wachsamkeit ein muss. Es gab einige Stellen wo Steine bis knapp zur Oberfläche reichten. Die Erkennung durch brechen der Wellen war sichtbar.

Im Hafen von Öxelsund festgemacht.

Sympatischer Hafen genügend Gäste -plätze und schön eingebetted zwischen Frachthafen und Festplatz Hafen.
Auf die Nacht sind Gewitter im vormarsch die über Öxelsund ziehen.
Ich erlebte noch eine schöne Geste vom Hafenmeister, er bemühte sich im Hafen die Schweizer Fahne zu hiessen.


Ab jetzt beginnt die Fahrt in das Landesinnere Richtung Stockholm. 3x fand ich ideale Buchten zum übernachten. In diesen Tagen umsegelte ich unzählige Inseln.
Abwechslungsweise mi Grossegel Genua, oder nur Genacker, und zur Hälfte dieser Zeit musste ich den Motor benützen.
Unter Motor zu fahren bei viele Untiefen, oder wenn Gegenverkehr bei Engpässen, als Newcomer machte das Sinn und fühlte mich wohl dabei.
Traumhafte Wochenendhäuschen sieht man immer wieder auf den Inseln. Ich kann mir immer noch nicht richtig vorstellen wie die Schweden hier leben. Es scheint so vom Schiff ausgesehen das sie sehr viel privat besitzen. Und Schiff ist fast normal.

Meistens sieht alles gepflegt aus. 
Für das braucht man viel Freizeit die man in der Schweiz nicht einfach so hat.
Ich muss aber auch sagen, dass ich mich bis jetzt nur in Küstenregionen bewegt habe. 

Weil es regnerisch war blieb ich ein Tag länger in der letzten Ankerbucht bevor ich zur letzten Fahrt nach Stockholm loslegte.

Heute werde ich in Stockholm anlegen,
Je mehr ich mich der Stadt nähere um so mehr Inseln sind fest bewohnt.
Auf dem Wasser fahren viele Schiffe zwecks Alltagsverkehr, Transportschiffe, Fähren, Ausflugsschiffe, Kanufahrer, Segel und Motoryachten, Jetboote, Obtimisten und Kanus. Es war zum Teil lärmig und wellnig.
Meine Peel schaukelte es auf alle Seiten, war unangenehm.
Je näher ich zum Stadtzentrum kam, wurden die Gebäude immer wuchtiger.
Imposanter Eindruck sowie das schöne Gefühl mit der Peel in Stockholm anzulegen, machte mich sehr zufrieden.
Natürlich wie immer, da gibt es keine Ausnahme auch in Stockholm wird das Anlegebier getrunken und dazu natürlich 
eine Fosus Cigarre geraucht. 

Also Stockholm ist eine Reise wert, es muss nicht unbedingt mit dem Schiff sein.  Ich 
denke einige sind schon hier gewesen. Als Besucher lohnt es sich schon 2 - 3 Museums zu Besuchen. Mich selbst faszinierte das Vasamuseum am meisten. Wenn man so denkt was alles für Krieg und Macht scho früher gebaut wurde ist sehr eindrücklich. 
Denke heute ist viel schlimmer.
Ja da gebe es viel zu schreiben. (siehe Wikipedia)
Am Abend Barbera und Marc kennengelernt.
Er war mit seinem Trimoran ganz oben im Norden in Haparanda. Er beteiligte sich an einer Regatta. 7 1/2 Tage non stop einhand.
Ja da gibt es schon Geschichten die man zuerst verarbeiten muss.
Wir hatten zusammen auf dem Trimoran bei einem Glas Wein interessante Gespräche gehabt. Erfahrungsaustausch aus erster Hand kann sehr nützlich sein, super.
Jetzt bin ich wieder bereit zum ablegen,
gebunkert und das Schiff kontrolliert ob alles noch in Ordnung ist. Bin gespannt wo ich noch überall anlege.

Ich verliess Stockholm wieder und wählte die südlichere Route. Das Ziel war, die zwei Schleussen zu passieren und danach in eine geschützte Bucht um zu übernachten. Ich fuhr alles unter Motor. Die Route glich eher einer Kanalfahrt mit 2 Schleusen. Aber es war durchaus eine abwechslungsreiche  Fahrt, mit einer angenhmen leichter Brise. 
Das Wasser am Ankerplatz  war warm genug, um ein Bad zu nehmen. Oh, das tat gut meinen verschwitzten Körper zu kühlen und zu waschen. Und wie immer, am Abend etwas feines gekocht.
Wenn es genügend Wind hat so eine 3-4Bf kann man gut segeln in den Schären.
Düseneffekte, Böen, Windrichtungswechsel,
enge Fahrstrassen, Untiefen, beschäftigen mich immer wieder.
Ich war dann doch froh wieder auf dem offene Meer zu segeln.
Am andern Tag bin ich aussen herum nach Oxelösund gesegelt.
Einfach schön auf halbem und vor dem Wind längere Zeit zu segeln ,mit einer Durchschnitts Geschwindigkeit von 5,5 kn
So erreichte ich wieder Oxelösund.
Aus meiner Sicht ist hier ein guter Ausgangspunktum die Weiterreise zu planen. Der Hafen und die Umgebung passt mir da werde ich  ein paar Tage bleiben.



Ein spezieller Tag heute im Hafen von Oxelösund. Es kommen immer mehr Rennboote, da muss was los sein und das wird es auch um 1100 wird gestartet.
Das gefällt mir natürlich. Die Motoren riesige Maschinen protziger Ton. Einfach gesagt Motorsport sehen und gesehen werden.
Zugleich  beginnt heute meine Überfahrt nach Lettland. Ich bin startbereit die Wind prognosen und Wetter allgemein sind ok. In der zweiten Nacht erwarte ich etwas Regen.
Ich freue mich richtig heute Abend in Oxelösund abzulegen und Richtung Lettland nach Ventspils zu segeln.
Zuerst wird aber noch das Motorbootrennen über die Bühnegehen.
So was in der Schweiz könnte ich mir nicht vorstellen

Um 1700 h lege ich los und segle nach Lettland.
Das tönt doch gut und ist es auch. Ich fühle mich absolut frei, zu entscheiden und auch zu machen. Die Ankunftszeit ETA in Ventspils wird 2 Tage später ,so zwischen 0800h und 1100 h sein. Die Zeit ist dort 3 h nach UTC. Für die Reisezeit berechnete ich eine Durchschnitsgeschwindigkeit von 4 kn. Das geht meistens sehr pünktlich.
Gute Vorbereitung und ausgeruht ist wichtig. Und natürlich das Schiff muss ok. sein.





"Wie schlief ich beim einhandsegeln"
Sobald ich das erste mal Mühdigkeit spürte, legte ich mich hin für ca 10-15 Min.
Das machte ich 2-3x in 1 1/2 Std. Die Müdigkeit ist dann immer leicht vorhanden.
Ich war aber immer klar im Kopf und handlungsfähig. Es braucht einfach alles ein bisschen mehr Kraft. zB. Locbucheintrag braucht schon etwas überwindung, for allem bei hohem Wellengang. Während der Fahrt gibt es auch monotone Zeiten, welche ich vorallem am Tag nutzte zum mich fit zu halten. 

"Verpflegung"
Vorkochen, Sandwich, Früchte, genügend Getränke. Kleines Dessert tut auch gut.


"Unterwegs auf See"
Wettervoraussagen stimmen nicht schlecht heutzutage. Mir ist aufgefallen das Gewitter Lokal nie definiert werden können wo sie genau durchziehen. Das gleiche gilt auch bei Nebelbildung.
Auch der Wind kann örtlich zB. 6Bf statt wie vorausgesagt 5 Bf haben.
Man muss auf Unvorhergesehenes reagieren können und wissen was man tut.
Auch die Wellen sind ein Element wo dazu gehören.

"Allgemein zu diesem Schlag"

Diese 176 sm Oxelösund nach Ventspils am Stück, einhand gut vorbereitet, habe ich mit Freude gesegelt, ich provitierte nur. 
Es war für mich ein Besonderes Erlebnis, es 
bestätigte mir auch mein Nautisches können 

und zugleich gab es mir das nötige Vertrauen zum Schiff, auch wenn es klein ist.
Der grosse Vorteil mit einem kleinen Boot unterwegs zu sein ist, es wirft dich nicht soweit in der Kajütte umher.
Übrigens Toilette gehen ist auch nicht immer einfach.
Ja und jetzt bin ich bestens in Ventspils Littauen angekommen und von einem freundlichen Hafenmeister begrüsst worden.
Gleich hinter dem Hafen gibt es einen riesigen sauberen Strand mit feinstem Sand.
Da könnten die Deutschen, Italiener und Franzosen noch neidisch werden, nur mit der Temperatur können sie nicht punkten da oben, obwohl das Wasser 21 Grad hat heute.
Jetzt freue ich mich in ruhe schlafen zu können. Gute Nacht.


Heute geht es wieder weiter nach Pavilosta, das ist ein kleiner Hafen 36 sm südlich von Ventspils. Die Fahrt der Küste entlang, bei sonnigem Wetter und räumlichem Wind war schön. 
Im kleinen Hafen von Pavilosta wurde ich sehr herzlich empfangen. Da alles auf dem Schiff vorbereitet war zum anlegen, greifften 3 Männer und eine Frau nach den Leinen und machten die Peel fest, inklusiv Vorspring und Achterspring.  
Da geht man wieder hin.
Der Hafen ist gut geschützt. Gleich beim Hafen gibt es 2 Restaurants ein kleiner Laden sowie Dusche uns WC.
Ich habe mich in der Umgebung umgeschaut. Schöne kleine Hölzhäuser,
nette Leute. Die Strassen zwischen den Häusern sind nicht geteert. Es gibt wenig Autoverkehr, dafür einen gepflegten waldigen Park. 
Scheinbar wurde viel Land an bester Lage verkauft, hoffe nur , dass in10 Jahren von der Idylle noch viel übrigbleibt.

Ich werde heute Lettland verlassen Der Wind blässt mich zur Südspitze von Gothland und dort möchte ich wieder einmal Ankern. Um Mittags 1200 h legte ich los habe 28 Std segeln vor mir. Werde über Nacht durchsegeln um bei Tag das Ziel erreichen. 
Beim ablegen in Pavilosta  winkten mir die netten lieben Schiffsnachbarn, bis ich sie nicht mehr sah.
Die Fahrt war heiss, jetzt konnten die Peel und ich einmal zeigen was wir können.
10 h lang auf halbem Wind bei 5-6 Bf und Wellen von 2.5m höhe. Uuuiiii  das war geil.
Es braucht immer wieder Aufmerksamkeit,
Auch Pause machen war möglich.
Auf diesem Kurs schnalte ich mich öfters an die Lifeline. Ich fühlte mich aber immer wohl und sicher auf der Peel. 3x überspühlten Wellen das ganze Schiff, da wurde ich ziemlich nass.
Erstaunlich ist, die Pflicht entleert das Wasser sehr schnell, zum Glück!
Um morgens 0800h konnte ich mich zum ersten mal hinlegen.
Jetzt am Ziel hänge ich am Anker in einer grossen Bucht die halb so gross ist wie der Sihlsee. Da erhole ich mich wieder. Es wäre auch schön zu baden 23 Grad. Leider hat es mir zuviele Quallen hier, sie sind nicht giftig,
für mich sind sie trotzdem unangenehm.
Noch Bratkartoffeln mit Würstchen gekocht und dann mit zufrieden mich ins Bett gelegt.


Es scheint als hätten mich Moskitos in der Nacht überfallen. Ich musste das ganze Schiff abspühlen um die toten Mücken los zu werden. Mückenschutzgitter sei dank, habe davon nichts abbekommen.
Morgen gibt es Wind von SE der passt mir.
Diese Nacht werde ich im Hafen Burgsvik übernachten. Anker hoch und 2 sm Fahrt mit  Motor und schon bin ich im sicheren Hafen.

Am andern Tag legte ich ab in Burgsvik und segelte Richtung W nach Öland, um die Nordspitze zum Hafen Bixelkrok.
Die Fahrt war angenehm zu segeln mit kleineren Wellen und Wind 3 - 4Bf
Beim erreichen der Nordspitze Ölands
kreutzte sich meine Route das erste mal.
Damals peilte ich Vispy an, da war es hier Mitternacht. Damals sah ich nur den Leuchturm blinken.
Heute so um 1700 h  war es noch sonnig und warm. Die Küste scheint flach und waldig zu sein. 
Jetz bin ich in Byxelkork und werde ein paar Tage hier bleiben. Da gibt es alles was man so braucht zum Leben, es ist ein sehr touristisches Leben hier.
Das Wetter schlägt um, es gibt endlich Regen, da oben war der Sommer bis jetzt sehr trocken.


Heute ist Dienstag der 27. Juli 2021
Bis nächsten Samstag werde ich in Bixelkork bleiben und abwettern.
Ich benutzte die Zeit um mich fit zu halten,
ging täglich ca. 2 h Wandern. Wäsche war auch wieder mal nach. Ab und zu nette gespräche gehabt mit andern Leuten.
Gelesen in einem 1000 Seitigen Buch über die Habsburger. Das kaufte ich noch in der Schweiz um solche Zeiten unterhaltender zu gestalten und nichts mit Seefahrt zu tun hat
Diese Zeit würde ich mir zu Hause nicht nehmen. Interessiert hat mich die Geschichte der Habsburger schon seit längerem.
Im Hafen gibt es ungefähr 10 kleine Holzboote mit   Ruder. Auch 2 Masten können gesetzt werden. Mit denen führen die Einheimischen jährlich zwei Regatten durch.
Ich hatte gleich Lust bekommen eines selber zu bauen. Auf jeden fall habe ich mir Notizen gemacht.
Eiiii der Wind bläst wie verrückt.
So verbrachte ich die Zeit da oben.

Ich freu mich wieder richtig heute Samstag ein Stück weiter zu segeln. Es wird eine am Wind Etappe nach Sandvik. Es liegt nur 17 sm entfernt. Am Wind waren es 26 sm, das ist 53 % mehr Weg und Zeit. Ich war relativ langsam unterwegs obwohl ich Windstärke 5-6 Bf hatte. Die Peel ,stampfte immer wieder fest in den Wellen und bremste mich immer wieder ab. Das ist der grosse Nachteil mit einer Schiffslänge von 6.7 m
Das hätte ein 10 meter Boot die Wellen viel eleganter überfahren.
Ähnlich verlief die Weiterfahrt anderntags nach Borgholm, wo ich im Hafen statt ein Anlegebier einen Prosecco öffnete zur Feier unseres Nationaltages 1. August

Jetzt geht es Schlag auf Schlag weiter.
Heute will ich an einem speziellen Ankerplatz in Kalmar übernachten direkt vor dem Schloss. Ich bin da gut geschützt, in der Nacht wird der Wind abnehmend sein und auf Nordwest drehen. Die Fahrt war etwas ruppig, hatte Windstärken bis 25 kn. War mit dem Windpilot das erste mal nicht so zufrieden.
Warum weiss ich noch nicht, obwohl ich schon mehrere mal ähnliche Verhältnisse hatte.
Der Ankerplatz war bestens dazu noch das rötlich beleuchtete wuchtige Schloss , unvergesslich. Kann ich nur empfehlen.

Am andern Morgen um 0400 h Ankerhoch
um nach Kristianopel zu kommen.
6 h auf halbem Wind bei 3 - 4 Bf mit Gennaker. Das macht spass und der Peel passt das auch. 
Gegen Ende der Fahrt nahm der Wind ab bis zur Windstille. Ich überbrückte den Rest der Strecke mit dem im Kasten eigebauten Aussenborder.
Bei Ankunft in Kristianopel schien der Hafen schon ziemlich voll zu sein. Fand aber mit meiner kleinen Peel noch einen Unterschlupf. Breite 2m 50cm lässt grüssen
Was danach passierte war unglaublich für mich, es kamen immer noch Yachten da würde plötzlich über all hineingedrückt. 
Eine Heckboje 2Boote, oder Päckchen von 4 Booten. Es blieb nur noch wenig Platz übrig um Manöver zu machen, hoch Saison scheint jetzt da zu sein.
Kristianopel als zwischen Stop ist ideal gelegen, Der Hafen ist klein aber fein.
Die Umgebung nichts besonderes eher langweilig.
Früh mich schlafen gelegt da ich morgen um 0300h wieder Tagwache habe und ich rechtzeitig auf der Insel Hanö sein will.


Die Fahrt nach Hanö war zu 2/3 ohne Wind.
Die See war platt wie eine Omlette.
Ich genoss es mich mit dem Motor transportieren zu lassen.
Bei Windstille sieht man die vielen Vögel die täglich draussen sind. Fischschwärme, Quallen ja und sogar zwei Ostseerobben konnte ich beobachten. Die Augen der Robbe sind kugelig und haben eine liebliche Austrahlung. Ich hatte das gefühl sie wollen mir etwas sagen.
Plötzlich kam doch noch Wind auf der mich bis Hanö nicht mehr verliess.
Die kleine Insel mit schönem Hafen ist bewohnt und ein beliebter Ausflugsort der leicht erreichbar ist mit der Fähre ab Nogersund.
Die Hafenmeisterin gefiel mir, sie war für mich ein Original. Ihr benehmen war urchig, hatte alles im Griff, vermutlich stammt sie vom Muothatal.

Weiter geht es bei 60 Grad am Wind direkt nach Shimrihamn. Grosser Hafen mit T-Stegen. Ist eher selten da oben, ist aber angenehm. Da würgt kein zweiter hinein.
Gleich in der Nähe gibt es Lebensmittel zu kaufen. Ich musste unbedingt wieder einmal Wein und Früchte kaufen.
Im Hafen war es immer wieder unterhaltend unter den Seglern.

Wollte eigentlich am Abend ablegen und direkt nach Klintholm segeln. War mir aber nicht so sicher, da es mit dem Wind nicht so einfach war, er tendierte eher auf zu wenig Wind. Tagsüber bläst der Wind noch kräftig
zwischen 5 und 6 Bf. Ich entschied mich um 1100 h abzulegen und nach Ystad zu segeln
Ja wieder eine rassige Fahrt gewesen bei räumlichem Wind zwischen 18 u d 25 kn Windstärke.  
Auf See Richtung Bornholm war eine Gewitter . Man hörte das Donnern, der Amboss des Gewitters zeigte bei mir eher nach achtern. Das war beruhigend, ausser ein paar Regentropfen die ich auf meiner Glatze zu spüren bekam.
Der Hafen in Ystad ist grosszügig gebaut mit Steg, nahe beim Zentrum und alles vorhanden was man so braucht.
Die Stadt ist lebhaft und schön, da werde ich wieder ein paar Tage verweilen bis ich wieder vernünftige Winde habe die mich nach Klintholm bringen.

 

Die letzte Etappe führt mich von Ystad nach Heiligenhafen und nicht nach Klintholm wie ich es vorausgeplant habe, denn ich wollte es nochmals wissen und  die Nacht Durchsegeln. 152 sm lagen vor mir d.h. ca 35h Tag und Nacht segeln um das Ziel zu erreichen. Das mache ich ab und zu gerne.
Essen, Wasser, Boot, alles war ok. Um 0200 h in der Früh legte ich ab. 


Ich erwarte im 1. Drittel Wind von W. Im 2. Drittel wird es zuerst ruhig, dann dreht ersich gegen mich für ca 3-4 h. Danach sollte es wieder angenehmer werde, denn er bläst eine zeitlang von N und NE mit 3-4 Bf. Irgendwie werde ich Heiligenhafen schon erreichen.
Etwa auf dem halben Weg kann ich den Frachtschiffen noch tschau sagen. 
Südlich von Gedser verkehren sie aus allen Richtunge in derTraffic - Zone .
Und dort werden ich und die Peel uns durchschlängeln. 

Unterwegs ausserhalb Rostock segelte ich südlich bei Nacht der Traffic Zone entlang. Mich überraschten die vielen wartenden Frachter auch ausserhalb der Zone, sie leuchteten wie Christbäume.
Ich vermutete die mussten warten um für die Weiterfahrt  Distanz zu halten, denn sie waren nicht am Anker und dauernd leicht in Bewegung.
Unterdessen fing es an zu Dämmern, das Leben erwacht und die Fähren tauchten auch noch auf. 
Das war viel auf einmal um den Ueberblick zu behalten.
Die Aufmerksamkeit forderte mich, dabei war das AIS eine sehr grosse Hilfe. Zugleich fühlte ich mich als Zuschauer und empfand es als eine riesige Show.
 




Ich segelte meistens am Wind und war überhaupt nicht müde.
Das Adralin scheint mich wach zu halten.
Tagsüber segelte  ich bei schönstem Wetter bei 3-4 Bf Richtung Brücke die  Fehmarn mit dem Festland verbindet. Da fand ich etwas Ruhe für ein Nickerchen. 

Diese Brücke wurde für mich das Symbol von Start und Ziel.
Beim anlegen in Heiligenhafen nahm mir eine Frau die Leine ab um die Peel zu belegen. Mir war sie bekannt, denn ich sah sie auch schon einmal beim einwassern. 
Sie sagte," sind sie immer noch hier" , und ich "ja,ja". Ich fand das lustig.

Dieser Törn, ich glaub war einmalig in meinem Leben. 
Die Peel hat  mich an wunderschöne Orte gebracht. 
Überall war Neuland für mich.
Ich wurde mit vielen verschiedenen Situationen konfrontiert.
Fühlte mich immer sicher auf der Peel.
Dank öfterem kontrollieren des Bootes konnte ich Schäden verhindern.
Ohne die geringste Panne und einem zuverlässigen Windpilot, durfte ich glücklich diesen erlebnisreichen Törn in Heiligen Hafen beenden.